Rise and Shine

Wann bist du zum letzten Mal morgens aus dem Bett gesprungen?


Kennst du das Gefühl, morgens aus dem Bett zu springen, ausgeschlafen zu sein, aufgeregt in den Tag zu starten? Ja, ich auch nicht. Zumindest hatte ich dieses Gefühl schon länger nicht mehr. Aber ich kann mich erinnern, dass es das Gefühl gibt. Und alle, die wissen wovon ich spreche, stimmen mir sicher zu, wenn ich sage, es ist wie der erste Rausch:

Oh, so happy!

Mein letztes Mal war vor mittlerweile drei Jahren, als ich einen Monat lang die Philippinen bereiste. Die Füße im Sand, Salz im Haar und jeder Tag aufs Neue wartete nur darauf entdeckt zu werden. Jeder Morgen war aufregend, sogar die verkaterten Urlaubstage waren es wert. Ja, auch jener Morgen als ich super verkatert zum Island Hopping mit meinen neuen philippinischen Freunden bin. Die Begeisterung aufzustehen war nicht groß, aber die Neugierde, den Tag zu erleben und das Gefühl, dass dieser Tag mir gehört, umso größer.

Ab in den Süden?

Na gut, ihr werdet jetzt sagen „Im Urlaub ist aufstehen immer leichter“. Aber müssen wir jetzt alle verreisen um wieder aufgeregt in den Tag zu starten? Nein, denn auch wenn ich dieses Gefühl "glücklich aufzuwachen" das letzte Mal im Urlaub (zumindest 30 Tage am Stück) hatte, gibt es Tage, da zieht es mich auch zuhause förmlich aus dem Bett.

Was bringt dich zum Aufstehen?

Eine gute Freundin erzählte mir letztens, dass sie schon richtig lange nicht mehr dieses „rundum glücklich feeling“ beim Aufwachen hatte. Das brachte mich zum Grübeln. Was macht einen Tag schon vor dem Aufstehen so besonders? Sind es äußere Einflüsse? Ist es die Aufregung vor einem Urlaub? Ein gutes Frühstück? Eine Bekanntschaft? Oder liegt die Aufregung inneren, selbstgeschaffenen Gefühlen zugrunde? Dann, wenn du zufrieden mit dir, deinem Körper, deiner Leistung, deiner Karriere bist?

What gets us going?

Es ist richtig schwer genau herauszufiltern, was unser morgendliches Gefühl bestimmt. Ohne einen Abschluss in Psychologie zu haben, wage ich mich zu sagen, dass es bei mir ein Mix aus äußeren und inneren Einflüssen ist, wobei Äußere überwiegen. Mir passiert es öfters, dass wenn ich im Job etwas Gutes abgeliefert habe, dass „high“ mich noch am nächsten Tag begleitet. Oder wenn ich abends ein Date habe, springe ich auch oft mit „happy vibes“ aus dem Bett. Ich denke es ist oft beides.

Dankbarkeit is key

Das genau festzumachen ist wohl fast unmöglich, muss aber auch nicht sein. Ein Trick, der mir vor allem in den letzten 1.5 Jahren enorm geholfen hat, ist: Dankbarkeit. Ja, ich weiß, es klingt wie ein Quote in der Küche deiner Esoterik-Tante #blessed.

Aber, ich sags euch, Dankbarkeit is key. Und wer beim Einschlafen mit Dankbarkeit für den vergangenen oder nächsten Tag einschläft, wacht am nächsten Morgen (dafür steh ich mit meinem Namen, denn einen Doktortitel dafür besitzt ich nicht) besser auf.

Sommer, Sonne, Sonnenschein

Schreib dir abends drei Dinge auf, für die du dankbar bist auf - in deine Handynotizen, in ein Tagebuch oder Journal. Auf die Liste können auch richtig unspannende Sachen wie Sommer, Sonne, Sonnenschein - für den Anfang. Kreativer und persönlicher wirst du von selbst. Dankbar dafür, dass mein Freund mir gestern einfach so Essen mitgebracht hat. Oder dankbar, dass meine Oma Corona geimpft ist. Dankbar, dass eine neue Folge deines Lieblingspodcast rauskommt.

happy thoughts, happy life

Du merkst in welche Richtung es geht, also hau raus für was DU dankbar bist. Denk darüber nach, bevor du schlafen gehst und in der Früh wachst du schon ganz anders auf. Ja gut, es ist nicht Philippinen, Beach, Sand und 32 Grad - aber das Dopamingefühl, das sich breit macht, wenn ich für Alltägliches dankbar bin, lässt mich definitiv in einen besseren Tag starten. Und manchmal hüpf ich sogar vor Freude aus dem Bett. Also: rise and shine, baby! (Natürlich hilft auch ausreichend Schlaf und ein gut durchlüftetes Zimmer, sowie der passende Polster (ja, musste hier rein, Aufgabe vom Chef) - und falls du mehr Tipps brauchst, die findest du hier).

Für was ich heute dankbar bin:

  • Sprachnotiz meiner Freundin aus Australien

  • 20 Grad im Schatten

  • Spaghetti mit Butter und Parmesan